Ausstellung: Wahrheit und Ordnung - Luise Wiegand 
08.03.26-01.08.26

Diese Ausstellung ist auf Wunsch einiger Bürgerinnen und Bürger zustande gekommen und der Eberswalderin Luise Wiegand (1951–2014) gewidmet.
Am 16. Juli 2026 wäre sie 75 Jahre alt geworden. Sie war keine der Erfolgreichen, die den Ruhm der Stadt in die Welt trug, wirkte aber im Kleinen umso nachdrücklicher. Ihr Kunststudium brach sie ab, malte und
zeichnete aber Zeit ihres Lebens, denn dies war ihre Möglichkeit, Einsichten und Gefühle zu ordnen. Erstmals wird verzeichnet, was von ihrem künstlerischen Werk in der Stadt erhalten geblieben ist. Von diesem künstlerischen Werk wusste überhaupt nur eine Handvoll Freunde, ausgestellt war es nie. Ein biographischer Begleittext begibt sich auf Spurensuche in den Forstbotanischen Garten, wo sie in den Jahren zwischen 1980 und 2013 tätig war. Mitte der 1990er-Jahre wirkte sie an der Biotop-Kartierung für das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin mit.

Luise Wiegand, „Herbstabend am See (Wesensee)“, 1997, Pastellkreide auf hellem Ingres-Papier

Wiegand Plakat Ausschnitt

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Tuchener Kartenwerke. Neuvermessung eines Barnimer Höhendorfs
25.03.26-30.05.26

Keine zehn Kilometer südlich von Eberswalde liegt das Barnimer Höhendorf Tuchen. Anlässlich seiner ersten urkundlichen Erwähnung vor 650 Jahren hat der Berliner Künstler Klaus Zolondowski alte Kartenwerke überzeichnet und dabei den Fokus auf den Barnim und das Dorf selbst gerichtet wird. Die Ausstellung nähert sich dabei in zehn historischen Landkarten über die Jahrhunderte hinweg dem Ort an. Der Bogen spannt sich in der Ausstellung vom weißen Fleck im Nirgendwo einer ptolemäischen Karte über die preußischen Landesaufnahmen bis zur punkt- und höhenakkuraten Darstellung des heutigen Ortsbildes auf dem modernen Messtischblatt.

Übermalte Karte „Oberbarnimscher Kreis“, (c) Klaus Zolondowski, Karte: Kreisarchiv Barnim  

Motiv für Flyer und Banner Museum Eberswaldekl1

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Zachor! Namen leuchtet! Eine Spurensuche junger Menschen in Eberswalde
27.11.25 - 09.02.26

Im Judentum hat der Name eine besondere Bedeutung: Ein Mensch lebt weiter, solange sein Name erinnert wird.
Mit dem Titel Zachor! Namen leuchtet! wollen wir dazu auffordern, sich an die Namen der verstorbenen jüdischen Mitmenschen zu erinnern.
Zachor! ist eine hebräische Aufforderung, sich zu erinnern - genau das wollen wir Ihnen mit unserer Ausstellung ans Herz legen. Wir haben uns mit dem Leben der schon verstorbenen Jüdinnen und Juden aus Eberswalde beschäftigt, Texte verfasst und Abriebe von jüdischen Grabsteinen angefertigt.

Wir laden Sie ein, mit uns gemeinsam hinzusehen und selbst zum Träger der Erinnerung zu werden.
Lassen Sie uns die Namen in die Welt tragen!

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Es wärmt die Form, der Stoff, das Licht
14.11.25 - 23.02.26

Seit Freitag, dem 14. November 2025, ist im Museum Eberswalde die 150 Messingobjekte umfassende Ausstellung „Es wärmt die Form, der Stoff, das Licht",  Messinggeräte aus alter Zeit und ihr Wirken im Alltag des Menschen“ zu sehen. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf aus Messing gefertigten Wärmegeräten und Wärmespendern aus den letzten 300 Jahren. Schon der Untertitel der Ausstellung verweist auf den sozialen Aspekt, der die damalige Lebensweise reflektiert.

Der Tagesablauf des Menschen war im Wesentlichen davon bestimmt, sich Feuer und Wärme nutzbar zu machen, um den Komfort des Lebens zu erhöhen. Die Wärme als zentrales Bindeglied von Familienmitgliedern und Hausgemeinschaften lässt sich an der Vielzahl der Gebrauchsgegenstände ablesen. Es ist leicht vorstellbar, dass zur damaligen Zeit Feuer und Wärme zentrale Anziehungspunkte der Menschen waren und somit das soziale Nebeneinander und Miteinander gefördert wurde.

Gezeigt werden Fußwärmer, Bettwärmer, Handwärmer und Bettpfannen, Kohlebecken und Feuerstulpen, die für wohlige Wärme im Haus sorgten. Gemütlich wurde es dann, wenn Stövchenkannen, Kranenkannen, Teemaschinen oder Samoware auf dem Tisch standen, um schmackhafte Heißgetränke auszuschenken.

Die Ausstellung ist eine Leihgabe des Deutschen Messingmuseums für angewandte Kunst in Krefeld, welches sich der Erforschung von Regionen widmet, in denen Messing in signifikanter Menge hergestellt wurde – wie Eberswalde. Eberswalde war in der Frühen Neuzeit ein Zentrum der brandenburgischen Messingproduktion und hat eine lange Tradition in diesem Gewerk, um 1700 wird in der Stadt das erste Messingwerk in Brandenburg eröffnet. Die Ausstellung „Es wärmt die Form, der Stoff, das Licht. Messinggeräte aus alter Zeit und ihr Wirken im Alltag des Menschen“ vermittelt einen faszinierenden Blick in die vielfältige Produktion von Gebrauchsgegenständen aus Messing.