Neuzugang

Der Bestand des Museums Eberswalde verzeichnet aktuell etwa 15 Ansichten des Klosters Chorin, darunter zahlreiche Grafiken, Aquarelle, Gemälde sowie eine Holzbildtafel. Die älteste Radierung zeigt die Klostergebäude als Druckgrafik nach einer Zeichnung, die auf den Zeitraum von vor 1827 datiert ist. Der jüngste Druck mit einer Detailansicht eines Klostertorbogens ist auf das Jahr 1980 datiert.

Der jeweilige Zustand der Gebäudetrakte und die Veränderung der umliegenden Landschaft können in den verschiedenen Darstellungen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven dem mittelalterlichen Kloster nähern, wunderbar abgelesen werden.

Nun erweitert sich der Museumsbestand um eine weitere Ansicht des vielfach in der Kunst dargestellten Baudenkmals. Das Museum Eberswalde freut sich über den Neuzugang, zeigt die Bleistiftzeichnung aus der Biedermeier-Zeit das Kloster aus der eher wenig beachteten südöstlichen Himmelsrichtung. Die Bildunterschrift „Die wüste Klosterruine von Chorin, bei Neustadt Eberswalde.“ unterstreicht den maroden baulichen Zustand, den das Kloster noch 1835 bot. Von etwa 1550 an wurden die Klosteranlagen in Folge der Säkularisierung immer weniger bewohnt, gepflegt und schließlich nur noch als Viehstall genutzt. Erst mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts finden unter der Leitung von Karl Friedrich Schinkel bauerhaltende Maßnahmen und die allmähliche Rekonstruktion des kulturhistorisch wertvollen Baudenkmals an.

Bild: Museum Eberswalde

bg