Das Sammeln von Zeugnissen zur Kulturgeschichte in der Region um Eberswalde ist eine der zentralen Aufgaben des Museums. Die aktuelle Haushaltslage der Stadt Eberswalde ermöglicht derzeit nicht den Ankauf von Objekten. Dank einer Schenkung konnte dennoch ein besonderes Objekt in die Sammlung aufgenommen werden – das Hochzeitskleid von Marie Schönfeld aus Senftenhütte.
Marie Schönfeld, Tochter des Steingrubenbesitzers Karl Schönfeld, heiratet 1912 den Büdner (Kleinbauern) Wilhelm Müller in Senftenhütte. Zur Hochzeit trägt die damals erst 16-Jährige dieses Festtagskleid.
Das schwarze Seidenkleid besteht aus einer Jacke und einem Oberrock und ist in einem sehr guten Zustand. Auf dem Lande, so auch um Eberswalde, bewahrte man die Tradition des schwarzen Brautkleides bis ins 20. Jahrhundert hinein. Aus praktischen Gründen wurde das schwarze Seidenkleid auch zu festlichen Anlässen und im Trauerfall getragen. Ab den 1920er Jahre kamen weiße Festtagskleider in Mode.
Der Neuzugang - das Hochzeitkleid und das Foto der Familie Schönfeld - bereichert die Museumssammlung und ist zugleich ein Beispiel für die Verbundenheit der Menschen im Barnim mit ihrem Museum Eberswalde.
Birgit Klitzke, Museumsleiterin
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| Museumsmitarbeiterin Isabelle Fischer zeigt das Hochzeitskleid Foto: Museum Eberswalde |
Foto der Familie Schönfeld, Marie Schönfeld (zweite von links) mit ihren Eltern (sitzend) und ihrer Schwester Foto: Museum Eberswalde |



